Rückblick

Wir waren fast 10 Wochen in den USA unterwegs. Aus heutiger Sicht verging die Zeit rasend schnell. Wenn wir darüber nachdenken, haben wir Schwierigkeiten uns an viele der Einzelheiten zu erinnern. Unsere Bilder zeigen uns dann unsere Reise und wir sind selbst fast schon ein wenig überrascht, wie viele schöne Plätze wir besuchen durften.
Das Land ist einfach unglaublich groß, und wir hatten nur einen Bruchteil davon bereist. Fast 4000km haben wir zwischen Vancouver und San Diego zurückgelegt. Hinter jeder Ecke verbarg sich etwas Neues. Unglaublich viele Menschen sprachen uns an. An jedem Tag eine neue Strecke. An jedem Tag ein neuer Campingplatz. Immer wieder neue Bekanntschaften.
Was uns auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen. Und in Erinnerung bleibt uns der Klang von Motoren. Denn fast überall wo wir waren, war auch eine dieser Verbrennungsmaschinen am Laufen. Der Amerikaner hat offensichtlich einen übertriebenen Hang zu allem was Krach macht. Hauptsache es stinkt und röhrt ordentlich, dann ist es gut.
Erst im Nachhinein ist uns auch bewusst geworden, welch ungeheures Glück wir mit dem Wetter hatten. Gerade mal zwei Tage regnete es auf der gesamten Strecke von Vancouver bis San Diego. Andere Radreisende hatten weniger Glück und berichteten von Regen an der Küste Washingtons und in den Wäldern der Redwoods.
Vermissen werden wir auch die Vielfalt der Burgerrestaurants. Und damit meinen wird nicht Mc Donalds und Co. Die Amerikaner wissen einfach, wie man gute Burger macht. Unsere Reisekasse war hingegen weniger begeistert davon.
Durchweg positive Erfahrungen hatten wir auch im Straßenverkehr gemacht. Auf den Highways radelten wir meist auf einem mehr oder weniger breiten Seitenstreifen. In den Städten gab es viele Straßen mit speziellen Bike Lanes, einem separaten Streifen auf der Fahrbahn. Wenn kein Streifen vorhanden war wiesen oft Schilder darauf hin, dass Radfahrer die ganze Fahrbahn nutzen dürfen (Bicycles may use full lane). Share the road war vielerorts das Motto, worauf Schilder oder auch riesige LED-Anzeigen am Straßenrand hinwiesen. Autos mussten sich dann die Fahrbahn mit den Radfahrern teilen. Wir kennen außer der Pazifikküste in den USA keine andere Reiseroute, die uns so problemlos ermöglichte am Straßenverkehr teilzunehmen. Die US-Amerikaner fuhren meist rücksichtsvoll und vorsichtig. Natürlich bestätigten Ausnahmen die Regel.
Letztlich sind wir froh, dass wir es geschafft haben. Das meinen wir im positiven Sinne. Denn hätten wir im Voraus gewusst, welche Anstrengung nötig ist die Hügel der Westküste rauf und runter zu radeln, dann hätten wir uns vielleicht ein bequemeres Reiseziel ausgesucht, und das wäre dann doch sehr schade gewesen…

Weil sich Tiere immer gut machen, hier zum Schluss, auf der rechten Seite, noch einige Fotos von den Tieren die uns begegnet sind. Zumindest die, die sich fotografieren ließen.

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