Warmshowers

Es ist später Nachmittag. Müde, hungrig und verschwitzt stehe ich (Martin) im Eingangsbereich eines Supermarkts in Gibsons. Wie immer warte ich auf Daniela die Essen beschafft, während ich unsere Fahrräder bewache. Eine Frau kommt durch die automatischen Schiebetüren und sieht mich mit den Rädern. Sie spricht mich sofort an „Hi, where are you from? Where are you heading to?“ usw.
In der Zwischenzeit kommt Daniela vom Einkaufen zurück. Wir fragen Irene (so heißt die nette Kanadierin), wo denn der nächste Campground sei. Noch 20 km, und es ist schon später Nachmittag. Irene fragt uns ob wir schon etwas von “Warmshowers“ gehört hätten. Sie erklärt uns kurz, dass dort Radfahrer organisiert sind, die anderen Radfahrern eine Übernachtungsmöglichkeit bieten und lädt uns kurzerhand zu sich nach Hause ein.
Unser “Zuhause“ für diese Nacht stellt sich als Gartenhaus mit eigenem Bett heraus. Durch den Garten tobt ein Hund und rennt einem total zerfledderten Ball hinterher. Wir werden von dem Hund sofort als Ballwerfer verpflichtet. Neben dem Hund gibt es noch einen Ehemann und eine Katze mit sehr wuscheligem Fell.
Die Situation ist für uns anfangs sehr ungewöhnlich. Schließlich sind wir im Privathaus anderer Leute, benutzen deren Badezimmer und laufen durch deren Wohnung. Die beiden machen es uns aber sehr leicht, sie bieten uns Kaffee und selbst gebackene Erdnussbuttercookies an. Bald schon fühlen wir uns wohl. Die netten Gespräche mit Ihnen geben uns Zuversicht für die kommende Zeit die noch vor uns liegt…

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